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Wilma

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Die Entscheidung für eine Katze aus dem Tierheim:Nachdem unser Sittich sein letztes Plätzchen in meinem Garten erhalten hatte, stellte sich nach einger Zeit die Frage, was jetzt? Wieder ein Tier, ja das wollten wir, aber welches?Welchem Tier können wir hier ein gutes Heim anbieten?.Familienrat wurde gehalten, Katze ja, aber was für eine, woher usw.. Wir waren uns alle einig, wenn denn dann, dann eine aus dem Tierheim. Es wurde immer doch gesagt, die Tierheime sind voll. Also wir da hin....... und siehe da, nur wenige Katzen waren dort, einige sehr alt, einige auch sehr krank, dann welche die nur als Pärchen vermittelt wurden. hm...... nun standen wir da........ Soooo schwieirg hatten wir uns das nicht vorgestellt.Wir wollten schon betrübt wieder gehen, da sahen wir eine, sehen war zu viel gesagt, nen bissle was an schwarzem Fell war da, ganz versteckt in ihrem Zwinger und wollte offensichtlich auch nicht gesehen werden. Auf dem Schild mit der Beschreibung der Katze stand: "ca. 1 1/2 Jahre alt, weiblich, Freigänger, mit Namen "Wilma", abgegeben vor einer Woche wegen Unsauberkeit". Na das laß sich nun auch nicht grad so prickelnd. Unsauber? hm, wer tut sich denn sowas zu Hause an? Also anschauen wollt ich sie mir schon, doch doch, also ich da rein zu ihr, keine Reaktion. Ich sprach sie an, ohne sie zu berühren, keine Reaktion. Ich setzte mich zu ihr und wartete ein Weilchen ab, sprach weiter mit ihr. Ich wollte schon aufgeben und gehen, das sagte ich ihr auch und siehe da.......... sie dreht sich zu mir um. Schaut mich an, der Blick war irgendwie so von ihr... ach mich nimmt eh keiner mit, der liest -unsauber-. Ich strecke die Hand nach ihr aus und sie lässt zu, dass ich sie vorsichtig berühren kann. So verging einige Zeit, wobei sie mich nimmer aus den Augen lies, Ich redete mit ihr und dann hatte ich den Eindruck, doch ja, sie will mit, sie hat sich entschieden, nicht ich.Wir besprachen uns dann noch, gehen wir das Risiko ein wegen der evtl. Unsauberkeit? was ist wenn, was wenn nicht. Wer nimmt eine Katze denn, die unsauber ist. Hat sie überhaupt dann noch eine Chance aus dem Tierheim rauszukommen? So eine junge Katze und ein Leben nur im Tierheim?Wir haben unsere Gegebenheiten bei uns zu Hause nochmals überdacht und waren gemeinsam der Ansicht wir wollen ihr ein neues "zu Hause" geben.Dann ging alles recht schnell. Alle Formalitäten wurden erledigt, alles rasch vor Ort noch eingekauft was am Dringensten erstmal von Nöten war (wobei das Tierheimpersonal sehr kompetent und hilfsbereit war) und dann wars so weit, ab zu uns nach Hause.Wir wussten garnicht, wer ist eigentlich mehr aufgeregt, die Katze oder wir. Im Auto mautzte sie nur ganz leise vor sich hin, ich steckte meine Hand zu ihr in die Transportbox, da beruhigte sie sich etwas und ich mich auch, lächel.Irgendwie hatte ich das Gefühl.............. es wird für die Katze ein guter Start in ihr neues Leben........................

"Wilma" der Start in ein neuesLeben

Fortsetzung folgt....................

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Angekommen im neunen Heim.......Transportbox abgestellt im Wohnzimmer. Nur ein leises miau ist zu hören aus der Box und ein ängstliches Umschauen. Aber sie soll schon mal gucken erst, so haben wir etwas Zeit uns selbst startklar zu machen für den "großen Augenblick". Noch eben mal geschaut: ist alles bereit? Wasser, Futter, Körbchen, Katzenklo, alle Fenster zu. Na dann.... auf gehts. Spannend ist es als wir die Transportbox öffnen. Wir sitzen auf dem Sofa, gut verteilt und warten was nun geschieht. Und dann......... endlich, sie verlässt die Box, ganz langsam macht sie sich auf den Weg ihr neues Reich zu erkunden. Na schau an, Futter gefunden und auch gleich mal getestet was ihr neuer "Dosenöffner" so anzubieten hat. Offensichtlich recht zufrieden geht sie weiter auf Reviererkundung, wobei doch auch schon mal unsere Nähe, na fast unsere Nähe, gesucht wird. Ängstlich ist sie, fragende Blicke immer wieder in meine Richtung... so als ob........ das ist es hier nun? bin ich hier wirklich willkommen?. So vergeht eine geraume Zeit. Wir versuchen langsam unserem gewohnten Ablauf hier aufzunehmen. Sprechen sie zwischendurch an und unsere Wilma verfolgt, mit gebührendem Abstand versteht sich, das Geschehen. Nach der ganzen Aufregung gönnen auch wir uns nun erstmal ein Päusle und nen schönen Cappu. So 2 Stundensind vergangen, wir langsam etwas entspannter und Wilma anscheinend auch. Und dann........... ich kann es kaum fassen, diese überängstliche Katze macht einen Satz und rauf auf meinen Schoß, da macht sie es sich gemütlich und schnurrt leise vor sich hin, ich darf sie streicheln, das ist für mich unfassbar. Alle freuen wir uns, dass Wilma so gut angekommen ist bei uns und auch so schnell. So kann einer gemeinsamen Zukunft nix mehr im Wege stehen, es sei denn......................................

Teil 1

Teil 2

Teil 3Die 1. Woche im neuen Heim ist gut überstanden, Wir alle gemeinsam haben viel lernen müssen. Ich habe Bücher gelesen über Katzensprache und mich gewundert wie eine Katze, die ja keine Mimik hat, sooooooooo viel mit den Augen sagen kann, auch wie viel versch. Arten von "Mautzen" es gibt. Ich kann jedem nur empfehlen sich Lektüre zu besorgen und darin sehr sorgfältig zu lesen, es erleichtert doch den Umgang miteinander sehr. Scheu ist sie meine Kleine, ängstlich, kann ich gut verstehen, denn ich weiß ja Nichts von ihrem bisherigen Leben, wie und wo hat sie gelebt, was hat sie für positive und auch negative Erfahrungen gemacht. Da finde ich, sollten die Tierheime schon mehr Auskunft geben dürfen, um das neue Miteinander für alle Beteiligten leichter zu gestalten. Nun ja, so mussten wir versuchen rauszufinden was mag meine Wilma, was nicht und auch umgekehrt. ..........Winter wars und trotzdem zeigte sich nach kurzer Zeit schon, dass meine Wilma eine sehr freiheitsliebende Katze ist. Aber raus durfte sie ja nun so schnell nun doch nicht. Eine gewisse Eingewöhnungszeit muss halt sein. Sie saß stundenlang vor der Terassentür und schaute sehnsüchtig hinaus, untermalt mit manchmal doch auch jämmerlichem Mautzen. Ich war hin- und hergerissen, musste aber standhaft bleiben noch ein Weilchen. Ab und an fiel mir auch das Schild im tierheim wieder ein......... "wegen Unsauberkeit abgegeben". Vorsichtshalber hatte ich 2 Katzenklos hier verteilt und.... sie war sehr brav und benutzte die auch. Die Zeit verging, die Katze wurde hier selbstbewusster, zeigte auch ab und an schon mal "Chefallüren". Ich sah das als gutes Zeichen. Sie hatte ihr neues Heim also voll im Griff. Auffällig war aber auch, sobald jemand an der Tür war und es geklingelt hat, weg war die Katze, nicht mehr zu sehen bis die Luft wieder rein war. (das hat sich auch bis heut, also nach guten 1 !/2 Jahren nicht verändert). Ich fand und finde es eher positiv, da sie so auch immer ein Stückweit Abstand von fremden Menschen hält wenn sie daußen allein unterwegs ist. Nochmal zurück..... Einige Wochen der Eingwöhnungsphase hatte sie nun überstanden und der Drang nach Draußen war nicht mehr zu stoppen, schon alleine deshalb weil.... ja leider fing sie nun doch an unsauber zu werden und das sehr heftig. Sie wollte raus, unbedingt, und anders hatte sie keine Möglichkeit es mir zu zeigen. Ich war schon nicht wirklich begeistert von ihrem Verhalten. Zum Glück ist es hier so gestaltet, dass keine Teppiche oder Auslegware vorhanden sind, also alles relativ pflegeleicht ist. Aber stocksauer war ich mitunter schon, keine Frage. Dann kam der Tag an dem ich mir auch sagte, ok, lass sie los, gib ihr ihre Freiheit. Der grobe Winter war vorbei, so dass ich da auch keine Sorge hatte sie könnte sich gleich erkälten. Und um ehrlich zu sein, es ging mir nun doch auch auf die Nerven, diese "Pielsellei" auf meine Fliesen.Ich drohte ihr schon ab und an mal mit "Hardware" (Hardware ist eine PC-Zeitschrift, die ich ab und an lese, grins). Sie hatte es ja drauf, am Tag war sie sauber, aber wenn ich am Morgen schaute, hatte sie sich garantiert irgendwo verewigt. ....So nun aber...... Tür auf und Katze wie der Blitz draußen war sie im Garten. In der 1. Freigangswoche blieb sie auch nur auf dem Grundstück im Garten, super dachte ich und sauber war sie von Stunde an auch wieder, klasse. Dann kam der Tag, Katze weg..... die Stunden vergingen, keine Katze mehr da, nach 12 Stunden war ich dann doch sehr verunsichert und rief im Tierheim an....... dort sagte man mir, ach, das kommt vor, keine Bange sie taucht schon wieder auf. Es ist schon unglaublich wie schnell man sich an ein Tier gewöhnen kann, sich Sorgen macht , auch wenn ich sie mitunter schon mal hätte "würgen" können wegen der "Piesslei". Na jedenfalls war ich doch sehr besorgt wo sie nun abgeblieben sein könnte, viele Gedanken... hoffentlich ist ihr nichts passiert, das 1. Mal aushäusig und dann so lange, sie muss doch hunger haben, es regnet, es ist kalt, hat sie jemand weggefangen, ist sie überfahren worden und und und... inzwischen war es spät am Abend, keine Katze in Sicht........ Ich hatte auch viel Zeit zum Nachdenken inzwischen, ich war in Sorge aber auch wütend, ich dachte über ihre "Macken" nach... ihren unglaublichen Dickkopf, ihre Sturheit. Z.b.... Schlafzimmer war von Anfang an tabu, das wollte sie nie akzeptieren, einmal ist sie mir wohl entwischt, was hab ich die Katze gesucht und nicht gefunden im ganzen Haus, was bin ich immer wieder Trepp auf Trepp ab, habe alle Räume durchsucht, alle Schränke aufgemacht, gerufen, still vor mich hin gemeckert. Nichts, keine Katze da, obwohl es nicht möglich war, raus konnte sie zu der Zeit noch nicht, oder war sie mir doch irgendwie entwischt? Ich war fassungslos, das konnte es doch nicht geben. Nach Stunden war ich mal wieder im Schlafzimmer und irgendwie........ ich denk, schau doch mal im Bett nach, ich hebe die Tagesdecke an und........... auf der Besucherritze liegt meine Wilma und schläft, boah, ich war sowas von erleichtert und auch sauer weil sie mich hat so zappeln lassen und kein "Miau" von sich gegeben hat. Katzen sind echte Meister im Kopf durchsetzen und verstecken, lächel. Aber trotz alledem Schlafzimmer war und ist tabu, wenn sie es auch bis heut (und für immer) nicht akzeptieren wird.....So verbrachte ich die Zeit des Wartens und der Sorge mit einer Rückschau auf die bereits mir ihr verbrachte Zeit. Inzwischen war es Nacht und dann......... da war sie,endlich...... sie stand vor der Terassentür und mautzte. Ich kann garnicht beschreiben wie erleichtert ich war. Habe sie reingelassen und erstmal ihren Fressnapf gefüllt, da hat sich sich draufgestürtzt wie eine Verhungerte. Danach kam sie zu mir auf das Sofa, holte sich ihre Streicheleinheiten und schnurrte, schaute mich an so als ob............ sei wieder gut, ich bin ja wieder da. Wir 2 Beiden mussten uns von diesem Tag wohl erst erholen, war ja auch sehr anstrengend. Aber dieser 1. Ausflug meiner Wilma, über eine so lange Zeit des Fernbleibens ist so nie wieder vorgekommen. Nachdem wir uns beide ein wenig erholt hatten und uns auch wieder "gut" waren, gingen wir gemeinsam ins Bett, ne ne, nicht alle Beide in meins, lächel, sie in ihr Körbchen und ich ins Schlafzimmer . Wir hatten uns den Schlaf aber wirklich sehr verdient heute. schnurrrrrrrrrrrr



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